Nadine Wallner Offlines Camp: Freeride-Action am Arlberg!

Skitouren, Lawinenübungen, Übernachtungen im Zelt und Freeriden bis zum Umfallen – für die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nadine Wallner Offlines Camps sind fünf aufregende Tage zu Ende gegangen. Gemeinsam mit Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner und Freeski-Pro Fabian Lentsch erkundeten sie das Freeride-Gelände rund um Klösterle am Arlberg. Die 16 bis 22 Jahre alten Nachwuchs-Freerider waren begeistert davon, gemeinsam „offline“ zu gehen. Statt unpersönlicher Hotels, WLAN und Laptop warteten bei dem kostenlosen Camp Erlebnisse wie Lagerfeuer, gemeinschaftliches Kochen sowie Übernachtungen im Turnsaal von Klösterle, in der Berghütte oder sogar im Zelt. Besonders spannend fanden sie es natürlich, den Freeski-Pros tagelang so nahe zu sein, ihre Geschichten zu hören und sie über viele Aspekte des Skiprofi-Lebens ausfragen zu können. Und natürlich gaben ihnen Nadine Wallner und Fabian Lentsch am Berg auch immer wieder wertvolle Tipps zur Linienwahl und judgten die Teilnehmer sogar beim abschließenden Contest.

Alle Teilnehmer waren topfit Nachdem sich die Teilnehmer am ersten Abend kennenlernen konnten, ging es am Donnerstag nach einer Sicherheits-Einschulung gleich auf den Berg. Auf einer Skitour zogen die Doppel-Weltmeisterin sowie die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre ersten gemeinsamen Lines im Backcountry. Nach einem langen Tag – die Gruppe war von 8.30 bis 17.30 Uhr unterwegs – resümierte Nadine Wallner: „Man hat gesehen, da sind gute Leute dabei. Alle sind topfit!“ Den Abend ließen die Camper bei einem Skifilm von Fabian Lentsch ausklingen. Der Freitag stand zunächst im Zeichen einer Lawinenübung. Danach war die Weltmeisterin von der Qualität ihrer Gruppe überzeugt: „Ich fühle mich safe – jeder weiß, was er zu tun hat!“ Am Nachmittag ging es hoch zur Kaltenberghütte, wo man gemeinsam ein Zeltlager aufbaute und noch einige Linien in den Tiefschnee zog. Der Contest am Samstag: Starke Leistungen trotz schwieriger Bedingungen Nach der abenteuerlichen Nacht im Zelt („Ein bisschen kalt, aber voll cool!“) und frühem Aufstehen um 6 Uhr stand der Contest auf dem Programm. Die Truppe hikte bei starkem Wind 2,5 Stunden zum Start und zeigte dann eindrucksvolle Lines: „Trotz der schwierigen Wetter- und wechselhaften Schneebedingungen fehlte bei keinem die Motivation“, lobte Wallner. „Alle wählten eine sehr kluge Line, die den Bedingungen gut angepasst waren, nachdem sie die Lines vorher gemeinsam mit Fabian und mir in der Früh gecheckt hatten.“ Bei den Girls ging der erste Platz an Johanna Bogner aus Kempten, die stark und flüssig Ski fuhr und auch bei diesen schwierigen Bedingungen eine kreative Line fand. Platz zwei ging an Johannas Schwester Nina Bogner: „Auch Nina ist den ‚Bogner-Style’ gefahren, flüssig und schön“, urteilte Nadine Wallner. „Man sieht, dass sie die gleichen Gene haben.“ Dritte wurde Johanna Binder aus Graz (AUT), die eine sehr schnelle Linie wählte, durch die schwierigen Verhältnisse aber kurz zum Sturz kam. Danach zog sie ihren Run flüssig durch. 

Bei den Jungs ging der Sieg an Tao Kreibich aus Altach (AUT), der kürzlich bei der Freeride-Juniorenweltmeisterschaft Platz fünf belegte hatte. „Es war sehr windig und der Guide hatte uns gesagt, dass der Schnee nicht so ideal ist. Aber nach dem Dropin lief es dann doch gut. Ich habe zwei, drei Drops und eine coole Line erwischt“, berichtete Tao. Platz zwei belegte Luca Beran, ebenfalls aus Altach (AUT). Er fuhr eine sehr exponierte Linie und landete nur knapp hinter Tao Kreibich. Dritter wurde Alex Gauthier aus Karlsruhe (GER). „Er ist brutal stark Ski gefahren. Das war sehr flüssig, und oben hat er eine schöne Powder-Line gefunden“, lobte Nadine Wallner. 

Am letzten Tag des Offlines Camps fuhren die Teilnehmer wetterbedingt nach dem gemeinsamen Packen nur noch ins Tal ab, wo ein abschließendes Kasspätzle-Essen und die Preisübergabe warteten. Dabei erhielten die Sieger neue Völkl-Ski mit Marker-Bindung; weitere wertvolle Preise waren Helme und Goggles von Marker sowie Skistöcke und Handschuhe von Leki. Jeder Teilnehmer durfte sich außerdem über einen persönlichen Highlight-Videoclip und jede Menge professioneller Fotos freuen. 

Die Bilanz nach vier Tagen Freeskiing deluxe in Klösterle: Es war eine verdammt schöne, aber auch anspruchsvolle Zeit. Und jeder Teilnehmer würde am liebsten gleich noch einmal starten...